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Kunstraum mit Blickfang statt Leerstand

In den letzten zwei Monaten wurde in der neuen Galerie am Schlossgraben ordentlich gearbeitet. Stefan Finzgar und sein Team Christian Hirschmann mit Selina Bilgeri sowie Künstlerkollege Clemens Walser wagten den Schritt und starteten das Projekt Galerie am Schlossgraben.

Kunst in allen Facetten

Als die Stadtmauer in der historischen Stadt Feldkirch abgebaut wurde, diente das Abbruchmaterial zur Auffüllung des Grabens, welcher im nun benannten Schlossgraben die Stadtmauer vor Eindringlingen schützte. In diesem Gebiet wurde die Stadt rasch erweitert. Der Schlossgraben, damalig noch eine Nebengasse, gilt heute als Zubringerhauptader zu einer der meist befahrenen Verkehrsknotenpunkte in Österreich. Das Gebäude nebenan hingegen steht leer und muss in naher Zukunft einem Neubau weichen. Bis dahin: Leerstand – am Fuße der Schattenburg. „Diese Zeit möchten wir nützen, Stadtkultur und Kunst in all ihren Facetten zu zeigen“, erklärt Finzgar.

Bereits Ende 2019 unternahmen das Team erste Schritte für die Entstehung der neuen Galerie am Schlossgraben in Feldkirch. Mit dem Ziel, das Kunstschaffen in der Region mit vereinten Kräften voranzutreiben und mit Passion an geplanten Projekten, Kooperationen und Werken uneingeschränkt zu arbeiten, wurde das Projekt schließlich realisiert. Unter dem Motto „Trotzen wir der Pandemie mit Zusammenhalt und Menschlichkeit“ wurde die Galerie kürzlich erstmals bespielt.

Showroom für Tag und Nacht

Wenn Fußgänger an der Galerie flanieren, sieht es durch die Projektionen so aus, als befänden sich Menschen in unterschiedlichsten Lebenslagen darin. Neben der Multimediainstallation sind elf Werke, die Finzgar selbst in den letzten drei Jahren realisiert hat, ausgestellt. Mit hohem Aufwand, enormem Engagement und viel Einsatz gelang es, innert zwei Monaten die Räumlichkeiten des Schlossgrabens (Hausnummer 3) in einen modernen, zeitgenössischen, repräsentierbaren Kunstraum umzugestalten.

Hologramm-Installation

Aufgrund der derzeit herrschenden Pandemiemaßnahmen beziehungsweise weiterer Unsicherheiten im Jahr 2021 ist eine Programmvorstellung schwierig. Jedoch wurden sämtliche Anstrengungen unternommen, den Kunstraum attraktiv, lebendig und vor allem sehenswert zu gestalten. Die Räumlichkeit wird deshalb dauerhaft mit einer Hologramm-Multimedia-Installation bespielt. Das bedeutet: In der Mitte des Raumes werden mithilfe modernster Hightech-Anlagen Feldkircher Menschen in verschiedensten Situationen gezeigt - natürlich, freundlich, lebendig. Sollte es die Situation zulassen, sind Vernissagen und Ausstellungen möglich, so Finzgar.

“„Es erfüllt uns mit Freude, Leerstand zu nutzen,
Kunst zu präsentieren und Menschen zu erleben.“”
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