»Feldkirch steht am Beginn, eine echte Weinstadt zu werden.«

Die Vorbereitungen für die Vorarlberger Weinmesse laufen auf Hochtouren. Einer der 130 Winzer, die an der Vinobile vom 27. bis 29. April im Montforthaus Feldkirch den Besucherinnen und Besuchern reinen Weingenuss einschenken, ist der Burgenländer Erwin Beck. Wir haben den Winzer des Jubiläumsweins zu Feldkirch 800 zum Gespräch über Weinkultur getroffen.

 

Gols, dank idealer Bodenbeschaffenheit und feinem Mikroklima, ist unter Weinkennern legendär. Ähnlich bekannt sind die Rotweine, Weißweine und Süßweine aus den Weingärten von WeinKunst Beck. Auf rund 16 ha Fläche lässt Erwin Beck der Natur die Zeit, Großartiges entstehen zu lassen – und unterstützt diesen Prozess mit Erfahrung und Wissen. Auf künstliche Beeinflussungen wird in seinem Weinkeller tunlichst verzichtet. Und so ist auch der Zweigelt exclusive 2015 – der Jubiläumswein zum Stadtjubiläum Feldkirch 800 – zu dem geworden was er ist: Ein saftiger, gehaltvoller Rotwein, der an überreife Kirschen und Zartbitterschokolade erinnert.

 

Herr Beck, wir genießen Ihren Zweigelt zum Geburtstag der Stadt. Wie ist der prämierte Jubiläumswein für Feldkirch eigentlich entstanden?

Generell ist der Alltag eines Winzers sehr intensiv, man muss oft physisch und psychisch an seine Grenzen gehen, muss ausdauernd sein und Rückschläge verarbeiten. Dennoch steckt hinter meiner Arbeit eine große Leidenschaft und Hingabe. Unser Ziel ist immer, einen guten Wein mit einem hohen Qualitätsanspruch zu produzieren – einen Wein, hinter dem wir voll und ganz stehen können. So ist auch der Zweigelt exclusive 2015 entstanden. Den Jubiläumswein für eine Stadt zu stellen, bedeutet mir sehr viel. Es ist eine große Anerkennung meiner Leistung und gibt mir die Gewissheit, alles richtig gemacht zu haben.

Wie muss Wein für Sie persönlich sein und wie gehören Wein und Kunst zusammen?

Wein muss offen und zugänglich sein, ansprechend, aber dennoch komplex und herausfordernd. Und natürlich trinkanimierend. Und Wein und Kunst? Beide beinhalten Kreativität und Schaffen, immer mit Hinblick auf das Besondere.

Auch 2018 finden wir Sie an der Vorarlberger Weinmesse im Montforthaus. Was verbinden Sie mit der Vinobile?

Die Vinobile ist eine schöne Veranstaltung, auf die wir uns jedes Jahr wieder freuen. Während man an anderen Orten oft mit „Schubladendenken“ konfrontiert wird, trifft man hier auf ernsthaft weininteressiertes Publikum. Die Aufgeschlossenheit gegenüber Neuem ist hier sehr auffallend, finde ich. Auch sonst unterscheidet sich die Vinobile von den zahlreichen anderen Messen, insbesondere durch ihre Professionalität und eben das einzigartige Ambiente.

Und was verbinden Sie mit der Stadt Feldkirch?

Hier trifft für uns tatsächlich das Motto zu – in der Stadt und doch am Land. Wir verbinden mit dieser Stadt viel Kultur und eine angenehme Beschaulichkeit. Nicht zu vergessen sind die Kulinarik und der Wein, aber auch die wirklich freundlichen Bewohner. Man könnte sagen, Feldkirch steht am Beginn, eine echte Weinstadt zu werden – und sie entwickelt sich durchaus rasch, mit beachtlichem Potential.

Das Interview führte Lena Hopp.

 

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