»Hier zeigt das Publikum wirklich Freude und Interesse am Wein und seiner Entstehung.«

Unweit der Donau, wo sich die Felder gemächlich dem Wagram zuneigen, liegen die Weingärten der Familie Reinberger. Die Grundlage für ihren Weinbau bilden Flugsandablagerungen der älteren Eiszeit. Vom 27. bis 29. April ist die Winzerfamilie, die den Jubiläumswein der Stadt Feldkirch stellt, auf der Vinobile im Montforthaus zu Gast.

Mit ihrem hohen Kalkgehalt und ihrer guten Wasserspeicherkapazität zeichnen die mächtigen Lössanwehungen den Boden aus – und fördern das Wachstum und die Reife der Rebsorten. Das Hauptaugenmerk des Familienbetriebes liegt in der Weißweinbereitung, wobei traditionelle und moderne Kellertechnik in Einklang gebracht werden. Mehr dazu haben wir in einem persönlichen Gespräch mit Alfred und Dagmar Reinberger erfahren.

Wie sieht der Alltag eines Winzers aus?

Da wir ein reiner Familienbetrieb sind, wird die gesamte Entstehung des Weines – vom Weingarten, über die Kellerwirtschaft zur Flaschenfüllung und bis hin zur Vermarktung – von uns allein bewerkstelligt. Das macht unseren Alltag sehr vielfältig. Bei uns ist nicht nur jedes Familienmitglied zu jeder Tätigkeit befähigt, sondern wir helfen auch bei der anfallenden Arbeit alle zusammen.

Was mögen Sie an Ihrer Arbeit ganz besonders?

Die selbständige Gestaltung unseres Tagesablaufs. Außerdem, dass wir viel in der Natur sind und eine abwechslungsreiche Arbeit haben.

In welchen Mengen produzieren Sie – und was bedeutet es, den Jubiläumswein für eine Stadt zu produzieren?

Wir produzieren auf 9 ha Weingartenfläche durchschnittlich ca. 50.000 Liter Wein. Unsere Hauptsorte ist die Sorte Grüner Veltliner, welcher 60% der Anbaufläche einnimmt. Mit 15% ist die autochthone Rebsorte Roter Veltliner die zweitwichtigste Sorte in unserem Betrieb. Chardonnay und Riesling erweitern das Sortiment und ca. 10% unserer Rebfläche sind mit der Rotweinsorte Zweigelt bepflanzt. Nachdem wir schon des Öfteren beim Feldkircher Weinpreis mit unseren Weinen überzeugen konnten, ist es uns eine Freude und Ehre, bei unserer zwanzigsten Teilnahme an der Vinobile den Jubiläumswein für die Stadt Feldkirch stellen zu dürfen. Die Vinobile ist für uns die wichtigste Weinverkostung im Westen Österreichs. Hier zeigt das Publikum, ob jung oder alt, wirklich Freude und Interesse am Wein und seiner Entstehung.

Was haben ein guter Wein und eine gute Stadt gemeinsam?

Wein muss sowohl in der klassischen Ausbauart, als auch in der Reservekategorie Trinkfreude vermitteln, sodass ich nach dem ersten Glas Lust auf ein zweites habe. Außerdem sollte jeder Wein die Handschrift des jeweiligen Winzers tragen. Bei einer Stadt ist das ganz ähnlich. Sie sollte ihre eigene Persönlichkeit haben und lebenswert sein. Feldkirch ist für mich eine solche Stadt, mit einer schönen Altstadt, vielen kulturellen Veranstaltungen, Grün rundherum – und eben guten Weinen.

Das Interview führte Lena Hopp.

 

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