Neugier auf die Stadtgeschichte wecken

Mehr als 100 Veranstaltungen finden in Feldkirch im Rahmen des Stadtjubiläums 2018 statt. Sie alle haben ein erklärtes Ziel: Neugier auf die Stadtgeschichte zu wecken. Wie dies im besten Sinn gelingen kann, zeigt die Jubiläumsausstellung »Von Hugo bis dato« im Palais Liechtenstein.

Die international renommierten Architekten marte.marte und das Feldkircher Architekturbüro Gohm/Hiessberger haben in Vorbereitung der Ausstellung das denkmalgeschützte Palais mit einem sensiblen Umbau auf zwei Geschossen geöffnet und als Ort für die Jubiläumsausstellung baulich adaptiert.

Dass sich im Inneren einiges verändert hat und das Haus seiner Bedeutung entsprechend der Mittelpunkt des Jubiläumsjahres ist, macht nach außen hin ein »architektonisches Ausrufezeichen« sichtbar. Am Dach wurde in Zusammenarbeit mit dem Bundesdenkmalamt eine Aussichtsplattform errichtet, die den AusstellungsbesucherInnen einen großartigen Blick über die Altstadt ermöglicht.

Zahlreiche exponate

Im Inneren des Palais Liechtenstein dokumentieren zahlreiche Exponate die Feldkircher Stadtgeschichte: von archäologischen Fundstücken über Urkunden wie dem Freiheitsbrief von 1375, mittelalterliche Handschriften, Büchern aus der Anfangszeit des Buchdrucks bis zu Uhren aus unterschiedlichsten Epochen. Persönliche Geschichten »erzählen« die Schreibmaschine eines Lyrikers, der Reisekoffer einer Varieté-Künstlerin oder der Schreibtisch eines kunstsinnigen Feldkircher Fabrikanten. Der Feldkircher Fotograf Nikolaus Walter zeigt »Gesichter der Stadt« und Veduten aus vier Jahrhunderten vermitteln historische Stadtansichten.

 

 

Persönliche Geschichten

Mit den persönlichen Schicksalen von Menschen aus und in Feldkirch verleiht die Jubiläumsausstellung der Stadtgeschichte vielfältige Gesichter. Besonderes Augenmerk erhalten Adelheid Gnaiger, die erste Architektin Vorarlbergs, Kundeyt Surdum, erster türkisch-deutscher Literat des Landes, Theresia Zauser, Varieté-Künstlerin mit tragischem Ende im Frauenkonzentrationslager Ravensbrück, Andreas Ritter von Tschavoll, Fabrikant, Bürgermeister und Bildungsbürger sowie Elmar Grabherr, umstrittener Landesamtsdirektor mit seiner Liebe zu Büchern und zu Feldkirch.

 

 

Video- und Hörstationen sowie ein mittels Beamer bespieltes 3-D-Modell Feldkirchs machen den Ausstellungsrundgang zu einem multimedialen Erlebnis – auch für Kinder und Jugendliche! Kulturvermittlerin Heidi Kurz hat eigens für junge BesucherInnen ein umfangreiches Programm erstellt. So werden beispielsweise Familientouren oder Kinder- und Jugendwerkstätten angeboten.

 

 

Weiterführende Informationen

Feldkirch 800