Dr. Auma Obama in Feldkirch.

Veröffentlicht am: 31. Januar 2019

Auma Obama im Fokus

Tipp der Redaktion:

„Focus” – Themen fürs Leben bei ORF Radio Vorarlberg
Samstag, 02. Februar, 13 bis 14 Uhr

 

Beim Neujahrsempfang hat sie die Zuhörer im Montforthaus in ihren Bann gezogen. Am 2. Februar ist Auma Obama im Radio Vorarlberg zu hören.

Auma Obama hat beim Neujahrsempfang der Stadt Feldkirch die Zuhörer im Montforthaus in ihren Bann gezogen. Authentisch und profund analysiert sie die gesellschaftlichen, sozialen und wirtschaftlichen Probleme nicht nur in ihrem Heimatland Kenia, sondern auch auf dem gesamten afrikanischen Kontinent. Dr. Obama hat in Deutschland Germanistik und Soziologie studiert und erlebt als ältere Schwester des ehemaligen US-Präsidenten eine besondere Aufmerksamkeit, die sie für eine Art Bestandsaufnahme über Afrika, für ein Umdenken und für einen Bewusstseinswandel für diesen Kontinent nützt.

 

»Afrika kann sich nur selbst helfen. Wir Afrikaner müssen die Verantwortung tragen.«

Dr. Auma Obama, Soziologin und Buchautorin

 

So erwähnt sie u. a. die sogenannten “weißen Elefanten”. Damit sind in Afrika Projekte gemeint, die zwar angefangen, aber nie zu Ende gebracht worden sind. Tausende solcher Projekte, die vom Staat mit ausländischen Partnern initiiert wurden, gebe es in Afrika, betont Auma Obama beim Neujahrsempfang 2019 der Stadt Feldkirch.

Afrikaner definierten sich über Armut: Sprüche wie: “Wir sind an Armut gewöhnt, wir sind es gewohnt zu hungern.” Man müsse sich auf diesem reichen Kontinent Gedanken darüber machen, wie es sein könne, dass man sich ausgerechnet hier über Armut definiere. Sie verdeutlicht das an Beispielen. Dort, wo es reichlich Bodenschätze gebe, gibt es Krieg: Öl (Nigeria), Holz (Kongo), Diamanten und Gold (Ghana) und somit bleibe die Bevölkerung arm. Es stelle sich die Warum-Frage.

„Afrika kann sich nur selbst helfen“, ist Dr. Auma Obama überzeugt. Das gilt für die persönlichen Lebensumstände der Menschen ebenso wie für die wirtschaftlichen und politischen Beziehungen. „Es reicht nicht, benachteiligten Menschen zu helfen, indem man ihnen nur Geld gibt“, betont Auma Obama, die schon lange im humanitären Sektor arbeitet.

Sie plädiert für eine Begegnung auf Augenhöhe und eine differenzierte Sichtweise auf Afrika und seine Menschen.

 

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