7 Gründe, die für Bio-Wein sprechen

 

Für Bio-Wein gibt es gute Gründe – auch, aber nicht nur grüne. Weinkenner wissen es längst: Bio-Wein muss sich nicht hinter edlen Tropfen verstecken, die konventionell produziert wurden. Was für den Genuss von Bio-Wein spricht, haben wir in sieben Gründen für Sie zusammengestellt.

Auf den Geschmack gekommen?

Eine Vielzahl hervorragender Bio-Weine finden Sie an der Vinobile vom 26. bis 28. April im Montforthaus Feldkirch.

 


 

 

Ein schonender Umgang mit der Natur, Verzicht auf synthetische Pflanzenschutzmittel, keine Gentechnik – schon klar: Bio-Winzer sind natürlich Idealisten. Eines hat sich aber auch herumgesprochen: Mit dem Stereotyp langhaariger Hippies in Latzhose und Birkenstocksandalen haben Bio-Winzer heute nicht mehr viel zu tun. Im Gegenteil: Einige der besten Weingüter der Welt wie die Domaine Romanée-Conti in Burgund und das Haus Chapoutier an der Rhône begründen heute ihre Qualität vor allem mit der ökologischen Ausrichtung ihrer Arbeit. Und übrigens: Latzhose und Birkenstocksandalen gehen immer. 

 


 

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Die Entwicklung des Bio-Weinbaus zeigte in den vergangenen 20 Jahren steil nach oben. Gerade in Österreich, wo heute im europäischen Vergleich besonders viele Weingärten biologisch bewirtschaftet werden. Im Jahr 2000 wurden insgesamt 764 Hektar biologisch bewirtschaftet, im Jahr 2017 waren es schon 5663 Hektar. Das entspricht einem Wachstum um das 7-fache. Nur 1,8 Prozent aller Weingärten waren im Jahr 2000 biologisch. 2017 waren es bereits13,6 Prozent. Damit zählt Österreich weltweit zu den Top 10. 

 


 

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Ist Bio drin, wo Bio draufsteht? Diese Frage müssen sich ökologisch bewusste Weintrinker seit 2012 nicht mehr stellen. Bis zum Zeitpunkt, als die Auflagen für Bio-Wein verschärft wurden, konnten nur Weintrauben das Biosiegel gemäß EU-Bioverordnung tragen. Seit 2012 wird auch der Verarbeitungsprozess bei der Biozertifizierung berücksichtigt. Bio-Winzer dürfen zum Beispiel keine Sorbinsäure als Konservierungsmittel mehr verwenden. 

 


 

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Bio ist nicht gleich Bio. Wie in der konventionellen Landwirtschaft gibt es auch hier große Unterschiede. Strenger als die EU-Richtlinie sind die Auflagen beim biodynamischen Weinbau, dem sich viele Bio-Winzer verschrieben haben. Ihr oberstes Ziel: das natürliche Gleichgewicht im Weingarten. Alle eingesetzten Präparate bestehen aus natürlichen Substanzen – vom Kuhdung bis zur Kamille. Zurück geht die biodynamische Methode übrigens auf einen Österreicher: den Anthroposophen Rudolf Steiner (1861–1925). 

 


 

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Dass Bio-Weine nicht mit edlen Tropfen aus konventionellem Anbau mithalten könnten, ist ein weit verbreiteter Glaube. Dass dieser unbegründet ist, zeigt ein Blick auf die Vinobile: 2018 wurden zwei Bio-Winzer mit dem Feldkircher Weinpreis ausgezeichnet. Das Bio Weingut Weiss Christian und Thomas belegte mit dem Merlot T.S. 2015 den ersten Platz in der Kategorie Rotwein. Der Weißburgunder Ried Sand 2016 vom Bioweinhof Toni Schmid landete auf dem zweiten Platz bei den leichten Weißweinen. 

 


 

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Die Zeit von High-tech im Rebberg ist vorbei. Aus gutem Grund, denn immer mehr Winzer erkennen, dass ein intaktes Ökosystem die beste Voraussetzung für einen großen Wein ist. Deshalb verzichten viele auf alles, was dem Ökosystem Weinberg schaden könnte. Dass man in manchen Weinbergen heute wieder Pferde bei der Arbeit sieht, hat nichts mit Naturromantik zu tun. Sie sind einfach besser geeignet als schwere Traktoren, die den Boden verdichten. 

 


 

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Laut der spanischen Zeitung „La Voz de Galicia“ trank Antonio Docampo Garcia ein Leben lang mittags und abends je zwei Flaschen Rotwein – allerdings nur den Bio-Wein, den er auf seinem Weingut selbst herstellte. Wasser rührte er niemals an. Der Mann sei überzeugt gewesen, dass er nicht trotzdem, sondern gerade deshalb 107 Jahre alt werden konnte. Wir empfehlen trotzdem: Gerne nur ab und zu einen guten Tropfen und dafür öfter mal zum Wasserglas greifen.

 


 

Vinobile – Die Vorarlberger Weinmesse
26. bis 28. April 2019

Freitag, 16 bis 21 Uhr
Samstag, 14 bis 20 Uhr
Sonntag, 12 bis 17 Uhr

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